2. Herausforderung: Die Freuden und Leiden der Ehe

Heiraten liegt wieder im Trend. Nachdem die Heiratsstatistik Anfang dieses neuen Jahrtausends eher sank, so scheint sie sich seit ein paar Jahren vom Talflug zu erholen. Aller Scheidungsraten zum Trotz wollen viele Paare noch immer „Ja“ zueinander sagen. Doch was geschieht nach dem rauschenden Fest? Ändert sich den wirklich etwas? Wo liegen hier die Herausforderungen?

Aus dem Liebespaar wird ein Ehepaar

Ist Heiraten eigentlich noch ein „größeres Ding“  in Deutschland? Anscheinend schon. Man siehe sich doch nur einmal die aktuelle Debatte um unseren neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck an. Noch bevor er überhaupt im Amt war, wurde darüber diskutiert, ob er nicht heiraten solle. Dabei ist er mit seiner Lebensgefährtin seit 12 Jahren zusammen, eine stabile Partnerschaft möchte man meinen. Ist heiraten also in gewissen Positionen immer noch Pflicht? Auch im 21. Jahrhundert?

Was macht den Unterschied? Nun, zum einen werden alle größeren, vor allem finanziellen, Entscheidungen immer als Eheleute gehandelt. Kredite, notarielle Urkunden, Grundbucheintragungen. Weiterhin spielt der Familienstand auch bei der Geburt gemeinsamer Kinder eine Rolle. Als verheiratetes Paar gilt immer der Ehemann automatisch auch als Vater. Das klingt zunächst einmal logisch. Im Falle eines Kukukskindes wirkt dieser Umstand schon etwas brenzliger. Unverheiratete Paare mit gemeinsamen Kindern müssen die Vaterschaft eigens erklären. Auch das Sorgerecht liegt, ohne Zustimmung der Mutter, bei selbiger. Ebenfalls immer noch ein beliebter Heiratsgrund: Die steuerlichen Vorteile. Das sollte man sich im Vorfeld aber gut durchrechnen, nicht dass aus dem einstigen Grund ein Negativgrund wird.

Und natürlich spielt es auch eine Rolle im Kopf. Verheiratet sein verbindet man mit Verantwortung. Die Bindung an einen Partner ein Leben lang. So soll es zumindest sein. Daher gilt auch heute noch der alte Leitsatz: Drum prüfe, wer sich ewig bindet!

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