3. Herausforderung: Baby an Bord!

Gezählt sind die Tage, die man faul im Bett verbringen konnte. Gab es bisher nur die Frage: „Wie vertreiben wir uns die Zeit?“, so stellt man sich nun, als Eltern, die Frage „Wo bleibt nur die Zeit?“. Ein Tag hat 24 Stunden. Und spätestens mit Kind, wird einem bewusst, was das eigentlich bedeutet. Keine einfache Zeit für ein Paar. Besonders die ersten Wochen und Monate sind eine Zeit der Umstellung. Warum, wieso, weshalb? – Hier entlang.

Aus du & ich wird Mama & Papa

Die Geburt eines Kindes ist ein freudiges Ereignis. Die Hormone wallen, die Glücksgefühle sprudeln – Der Spross ist der neue Augenstern. Doch die Euphorie weicht schnell dem neuen Alltag. Windeln wechseln, Füttern, Wehwehchen trösten, Schlaflieder singen. So ein kleines Menschlein hält seine Eltern ordentlich auf Trab. Da bleibt wenig Zeit als Paar.  Der Schlafmangel, widerwilligen Hormonschwankungen und der daraus resultierenden Dünnhäutigkeit sind explosive Zeitgenossen, die einem das Leben als Paar schwer machen können. Viele junge Eltern vermissen die Leichtigkeit ihrer Beziehung, fühlen sich erdrückt von der Verantwortung und haben Sorge wie sich all das in Zukunft finden soll. Männer beschweren sich über das „Muttertier“, dass aus ihrer Partnerin geworden ist. Frauen bemängelnd die fehlende Rücksichtnahme auf die Situation ihrerseits. Nicht selten werden aus Mücken Elefanten gemacht. Es geht um Vernachlässigung, Zurückweisungen und Desinteresse.

Dabei braucht alles eben seine Zeit! Beide Partner müssen sich auf ihre neue Rolle einstellen. Sie in ihren Alltag integrieren und versuchen Platz für die Beziehung zu schaffen. Hierbei kann es hilfreich sein, feste Termine zu vereinbaren. 1 Abend pro Woche, in dem kein Computer, kein Fernseher, keine Freunde oder sonstige Ablenkungen stattfinden. Ein Abend ganz im Zeichen der Partnerschaft. Dazu muss man nicht ausgehen. Auch im heimischen Gefilde verbirgt sich Romantik. Gemeinsam kochen, Gespräche führen, Zukunftspläne schmieden – Bonding betreiben. Beieinander sein, dem anderen zuhören und ihn in seinen Bedürfnissen ernst nehmen. Auch eine gehörige Portion Urvertrauen hilft gut: Das Gefühl, dass sich schon alles fügen wird.

Aus Babys werden Kleinkinder, aus Kleinkinder Kinder, aus Kinder Teenager und aus denen Erwachsene. Und jede dieser Phasen birgt ihre Zeit für Partnerschaft. Mal mehr ausgeprägt, mal weniger. Aber sie ist immer da. Wenn man sie lässt…

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