Die rosarote Brille

Zum Verliebtsein gehört auch die vielbesagte rosarote Brille. Dabei ist weniger die Rede von der Brille als Gegenstand, sondern viel mehr vom Gemütszustand, den die Träger der rosaroten Brille haben sollten. Wir klären heute auf, was dahinter steckt und welches Verhalten damit beschrieben wird.

Das Leben ist schön!

Die Verliebtheit ist ein überwältigendes Gefühl. Kaum hat Amor seinen Pfeil abgeschossen und damit ins Schwarze getroffen, ändert sich augenblicklich auch der Gemütszustand des Getroffenen. Alles erscheint in einem viel freundlicherem Blick. Und auch die Wissenschaft bestätigt: Die Verliebtheit verdreht uns ordentlich den Kopf. Unsere Wahrnehmung ist geschärft, mehr als zuvor. Wir nehmen Dinge wahr, die vorher nur am Rande vorhanden waren. Wir achten auf viel mehr Details. Vor allem die schönen Dinge des Lebens stehen jetzt im Fokus. Ein Blumenstrauß, ein sonniger Tag – Alles Dinge, die auch so schon sehr schön sind. Verliebte jedoch erleben eine neue Stufe des Erlebens. Die Farben sind intensiver, die Luft ist frischer, die Sonne strahlt heller – Das Gehirn schüttet Endorphine ohne Ende aus. Daraus resultiert das Dauerlächeln, das man bei Verliebten häufig beobachtet.  Auch sind Verliebte kreativer und aktiver. Es werden Lebensgeister wiedererweckt, die schon lange als verschollen galten.

Und noch etwas bewirkt die rosarote Brille: Nicht nur unser Umfeld erscheint perfekt, auch der Schwarm, der Grund unseres Gefühlchaos ist in den Augen des Verliebten die Perfektion schlechthin. Ein Mensch ohne Macken und Fehlbarkeiten. Es wird einfach alles an ihm/ihr angehimmelt. Das Aussehen, das Auftreten, der Humor. Es gibt nichts, was nicht anbetungswürdig wäre. Und damit sind wir an einem Punkt, den die meisten Leute mit der rosaroten Brille verbinden: Das Liebe blind macht. Gerade weil nun alles so perfekt und ideal erscheint, übersehen Verliebte auch die kleinen und/oder großen Eigenarten des Anderen. Erst wenn die Verliebtheit nachlässt und sich der Blick auch wieder kritischer ausrichtet, erkennen jetzt viele Paare ob sie wirklich ein gutes Duo abgeben.

Aber hört Verliebtheit einfach auf? Wo geht sie hin? Was kommt danach? – Das wollen wir in einem separaten Post beleuchten.

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