Wenn das Schicksal zuschlägt…

Das Leben ist nicht kalkulierbar. Und manchmal geschehen Dinge, an die vorher nie ein Gedanke verschwendet wurde. Man weiß, dass es passieren kann, doch man rechnet nicht damit, dass es einem selbst widerfährt. Doch dann gibt es  den Augenblick in dem das Auto in ein anderes fährt, oder den Sturz von der Leiter, oder die gefühlte Enge in der Brust entpuppt sich als Herzinfarkt. Und dann ist nichts mehr wie es vorher war. Ein aus einer Liebe wird ein Pflegefall. Verkraftet die Liebe das?

In guten wie in schlechten Zeiten

“Mir passiert das nicht!” – Das denken wir, das hoffen wir. Aber was wenn doch? Viele Betroffene begleitet dabei oft das schlechte Gewissen. Gegenüber dem Partner, weil man ihm keine unbeschwerte Partnerschaft ermöglichen kann. Oder ihm die Chance nimmt, ein “normales” Leben zu führen. Doch auch der unversehrten Partner wird häufig mit dem schlechten Gewissen konfrontiert. Es nicht “richtig” zu machen, sich nicht auf die neuen Bedürfnisse des Anderen einstellen zu können. Oft wirft er sich auch Egoismus zu. Oder die Einsicht, mit der Pflege nicht allein zurecht zu kommen.

Kann die Liebe da bestehen? Ja, sie kann. Aber nicht ohne weiteres. Schonungslose Offenheit was die Wünsche, Bedürfnisse und die konkrete Lebensplanung angeht sind unbedingt Aspekte, die beide Partner ehrlich miteinander ausmachen müssen. Das geht nicht immer nur zu Zweit. Manchmal ist es ratsam, sich hier professionelle Hilfe zu beschaffen. Und das nicht nur für die Pflege. Auch psychologische Unterstützung ist sehr ratsam. Zum einen um mit dem eigentlichen Schicksal zurecht zu kommen, und zum anderen auch für die Paarbeziehung. Beide Partner müssen sich auf einer neuen Ebene kennen lernen und gemeinsam einen Weg finden, wie sie ihre Partnerschaft weiterhin mit Glück und Liebe ausfüllen können.

Gefühle sind das Bindemittel der Liebe. Und ein sehr heilsames Pflaster.

Fotoquelle: © Mammut Vision – Fotolia.com

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