Beziehungstyp: „Offene Beziehung“

Das Modell der „offenen“ Beziehung hat seinen Ursprung in der sogenannten „68-Bewegung“. Ein Begriff der auch als sexuelle Revolution bekannt ist. Das damalige propagierte Prinzip der freien Liebe hat auch den Weg für die offene Beziehung geebnet. Aber ist dies eine Beziehung oder Regeln? – Mitnichten!

Sex ja, verlieben nein

Paare, die sich bewusst für eine offene Beziehung entschieden haben müssen sich häufig für ihr gewähltes Lebensmodell rechtfertigen. Wenn sie es denn überhaupt öffentlich machen. Die meisten Paare machen ihren Beziehungsstatus nicht offiziell, um sich so den Vorurteilen und dem Unverständnis zu entziehen. Dieses außergewöhnliche Lebensmodell ist zwar eher eine Randerscheinung, aber dennoch gelebte Realität in Deutschland. Oft wird in diesem  Zusammenhang auch von „Swingern“ gesprochen. Obwohl nicht alle offene Partnerschaften automatisch auch Swinger sind. Die offene Beziehung definiert sich über das Sexleben. Beide Partner haben, so die Theorie, neben der Hauptpartnerschaft noch weitere sexuelle Partner und das mit Wissen des jeweilig Anderen. Sexuelle Seitensprünge werden akzeptiert und toleriert. Solang es sich rein auf Sex reduzieren lässt. Näheren Kontakt, sich sogar verlieben, ist dagegen tabu. Man spricht von der Gefühl-Treue. Sex und Liebe wird hier scharf getrennt.

Abgesehen vom Sexleben eine eine offen gelebte Beziehung durchaus mit einer „normalen“ Beziehung zu vergleichen. Gleiche Lebensziele und das Leben eines gemeinsamen Alltages ist für viele Paare erklärter Wunsch. Oft geschieht nach einigen Jahres des Zusammenseins auch die Hinwandlung zur Monogamie. Insbesondere wenn sich ein gemeinsamer Kinderwunsch auftut. Die Rückkehr zu den traditionellen Werten ist häufig nach der Phase des Austobens zu beobachten.

Ob „offen“ oder nicht, eine Beziehung muss gepflegt werden. Es geht um Emotionalität. Entfremden sich beide Partner auf Gefühlsebene, hat auch die „offene Beziehung“ kaum eine Chance auf Bestand.

Ein Gedanke zu „Beziehungstyp: „Offene Beziehung“

  1. Holger

    Ob eine reine sexuelle Beziehung zur Befriedigung der Lust ohne Emotionen machbar ist … ich glaube nicht. Der sexuelle Reiz des anderen ist ein Reiz, der irgendwo im Gehirn das Gefühl anspricht.

    Nach dem Sex ist die Entspannung da und man unterhält sich und da werden – tranceähnlich – dann Dinge möglicherweise gesagt, die so sonst nicht gesagt werden. Hat der „fremde“ Intimpartner eine Antenne dafür und ihm ist mehr als an reinem Sex gelegen, dann kann dies der Anfang vom Ende der offenen Beziehung sein.

    Ob sich die „neue“ Beziehung dann besser gestaltet bleibt dabei völlig offen.

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