Brauchtum

Wer schon einmal Trauzeuge war, weiß was seine Aufgaben sind: Braut/Bräutigam beim Auswahl der richtigen Bekleidung beraten, die  Location mitbesichtigen, Blumen aussuchen, die Braut von einer überstürzten Flucht abhalten, den Bräutigam rechtzeitig vor der Trauung wieder auf einen angemessenen Pegel nüchtern bekommen…

Vom Ramschverkauf und Strippern

Ganz besonders wichtig ist die Ausrichtung des Junggesellen/innen-Abschiedes. Er soll als lustiger und (trink)freudiger Abend in Erinnerung bleiben. Damit der Abend auch gelingt, sollte auf jeder J.-Abschieds-ToDoListe Alkohol eine Liste mit Bräuchen stehen. Das „Um-die-Häuser-ziehen“ ist dabei der Gängigste. Aber mit Barhopping ist es heutzutage lange nicht getan. Um sich die Getränke für den Abend zu verdienen, hat Braut von heute nicht selten die Aufgabe unsinniges Zeug an ihre Mitmenschen zu verkaufen. Gern trägt sie dabei einen Bauchladen vor sich her. So kommen dann Dinge, die die 50Cent-Truhe in der Drogerie so hergibt unter die Leute: Kondome, Zahnpastaproben, Kaugummis oder Schrundensalbe. Je absurder, desto besser. Für völlig -überzogene- angemessene Preise werden diese dann verschachert. Die Ausbeute bestimmt den Umfang der Getränkeauswahl.

Der Bräutigam hat es da schon besser: Lassen seine Jungs richtig was springen, und stehen auf die „traditionelle“ Art, kann er sich am Anblick einer professionellen Tänzerin aka Stripperin ergötzen. Entscheiden ist auch hier, wie viel investiert wird. Ganz stilecht kann man in vielen Strippbars sogar die obligatorischen Dollarnoten erwerben, um diese dann im richtigen Moment an die Stripperin (an)zubringen. Zu beachten ist eine grundsätzliche Regel beim Lapdance: Just look, don’t touch! Man will ja nicht mit blauem Auge vor den Altar treten 😉

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