Das Schönheitsideal – Eine Frage der Zeit(epoche)

Schlägt man heute eine Zeitschrift auf, lächelt uns mit ziemlicher Sicherheit eine schlanke Dame, gerade Volljährig entgegen . Ihr Körper ist entweder vollbusig, und gleichzeitig durchtrainiert, oder sie wirkt mädchenhaft zart – Die Verkörperung des derzeitigen Schönheitsideals. So stellen wir uns also Schönheit vor. Fitnessstudios -und ebensolche Drinks, Salate, Vitaminpräparate – aber auch gleichzeitig Botoxspritzen, Silikon und Schönheits-OPs beherrschen unser Idealbild eines Menschen . Doch ist diese Lebensweise wirklich ein Produkt des 21. Jahrhunderts? Schlank = Schön ?
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Bereits in der Antike waren athletische Körperzüge beliebt. Frauen sollten schlank sein, und gleichzeitig ein „fruchtbares“ Becken vorweisen. Ein Bauch galt schon damals als unattraktiv,und zeugte von Verweichlichung. Dieses Idealbild zog sich durch die Epochen,und wurde stets mit dem Streben nach hell-oder goldblondem Haar begleitet. Wer selbst keine naturblonden Haare hatte, versuchte sie mit Tinkturen zu bleichen oder flechtete sich weisse Seidenbänder ins Haar.
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Erst das Zeitalter der Renaissance, im Barock und Rokoko durften Frauen wieder etwas mehr Körperfülle zeigen, und sogar ein leichtes Doppelkinn als Zeichen der Wohlgenährtheit haben. Die Malereien von Peter Paul Ruben sind ein Beweis für die Liebe zur Üppigkeit in diesen Zeiten. – Die bekannten Rubensfrauen.
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Jedoch hielt dieser Trend nicht lange an, und man kehrte – bis heute – zurück zur schlanken Silouette. Allerdings sind heute im 21. Jahrhundert die Möglichkeiten, sich seinen Körper nach eigenen Wünschen zu formen, weitaus größer, als es den Menschen damals zur Verfügung stand. Wenn Frauen heute ein Korsett tragen, dann meist als Fetisch. Im bürgerlichen Zeitalter galt es allerdings als notwendiges Übel,um sich eine Wespentaile zu zaubern. Diäten mit Essig und Zitrone waren auch damals schon bekannt und trieben einige Frauen ins Verderben.
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Lifting, Fettabsaugung und Magersucht

Anscheinend war der Aspekt der intakten Gesundheit zu keiner Zeit wirklich von Bedeutung. Besonders Frauen wurde nicht etwa wegen ihrer Intelligenz oder ihrem guten Charakter geschätzt. Und so ist es schon seit jeher das Schicksal der Frau sich sehr über Schönheit zu definieren. Es galt die Ideale der jeweiligen Epoche zu erfüllen um anerkannt zu sein. Doch wohin das führt, sehen wir heute. Botoxparties und 18 jährige mit Busen-OPs sind zur Normalität geworden.

Es liegt trotzdem immer noch an jedem selbst, wie er sich beeinflussen lässt. Was wir heute unseren Kindern beibringen, wird sich weiter tragen. Im positiven, wie auch im negativen Sinne. Die Macht, um den Schönheitswahn zu stoppen, oder wenigstens einzudämmen , liegt also bei Jedem von uns.

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