Der Goth und die Liebe, Teil 1

Die Gothic-Szene ist eine der größten (Jugend)Kulturen, die es in Deutschland gibt. Eben jene dunkel gekleideten Figuren, die einem tagtäglich begegnen. Das Schwarz, dass Ernsthaftigkeit und Melancholie ausdrücken soll, ist trotzdem immer noch ein Blickfang für ungläubige, irritierte Gesichter. Sie wirken fremd, fast wie aus einer anderen Zeit und grenzen sich so von der Masse ab. Was natürlich beabsichtigt ist. Dass sie Blicke auf sich ziehen und Stirnrunzeln verursachen, ist den Goths natürlich bewusst. Schließlich ist es die Wahl ihrer Kleider, ihrer Accessoires und Frisuren die Aufsehen erregen (sollen). Sie sind anders – und doch ganz normal. Und auch bei der Partnersuche sind sie, genau wie all die anderen Singles, nur nach einem bestrebt – DEN Partner zu finden. Was unterscheidet jedoch die Gothic-Partnersuche von der „herkömmlichen“? Ein Erklärungsversuch.

Die große Gothic-Liebe

Es lässt sich nicht abstreiten, dass Gothics speziellere Partnerwünsche haben. Ihr Streben nach einem/einer Gleichgesinnten begrenzt die meisten Gothic-Anhänger auf jemanden der ebenfalls in der Szene ist. Nicht zwangsläufig freilich. Doch die meisten Pärchen gehören beidermaßen einer der vielen Subkulturen an. Denn: Goth ist nicht gleich Goth. Es gibt mittlerweile so viele Splitterkulutren, dass wir mit dem Aufzählen gar nicht hinterherkommen würden. Doch je spezifiischer ein Anhänger jener Kulturen sucht, desto schwieriger wird die Suche natürlich auch. Wer sich wirklich gut in der Szene auskennt, weiß natürlich die einzelnen Szenen voneinander zu unterscheiden. Ein Neuling jedoch wird lange Zeit damit verbringen die vielen Details und Unterschiede zu entdecken. Wir maßen uns nicht an, die Szene so gut zu kennen, dass wir einer Beschreibung dieser gerecht werden können. Wir konzentrieren uns auf die Gemeinsamkeiten, die die Kulturen untereinander verbinden.

  • Goths verbindet ein gewisser Hang zur Melancholie und der Vorliebe für vergangene Epochen
  • Musik ist ein zentraler Mittelpunkt beim Ausleben der Gothic-Kultur
  • mystische und/oder romantische Elemente spiegeln häufig das Wesen der Goths wieder
  • Goths mögen Abgeschiedenheit und suchen ruhige Orte wie Friedhöfe oder stille Plätze auf
  • Interesse an „schwarzer“ Mode und Styling
  • Das Besuchen szenetypischer Events

Gemessen an der Vielfältigkeit potentieller gemeinsamer Interessen haben es Goths untereinander natürlich leichter ins Gespräch zu kommen. Man verbindet eine ähnliche Lebensphilosophie, die einander schnell zugehörig fühlen lässt.

Im 2. Teil unserer Reihe erfahrt ihr, auf welche Wege sich Gothic-Singles kennen lernen können und weshalb das Internet eine besondere Rolle dabei spielt.

Fotoquelle: © flariv – Fotolia.com

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