Die geläufigsten intereligiösen Partnerschaften

Wir haben recherchiert, welche Paarkonstellationen mit unterschiedlichen Religiönen oder Konfessionen es gibt. Dabei haben wir vor allem Augenmerk auf unseren Kulturkreis gelegt. Besonders in Europa, vor allem aber in Amerika sind diese speziellen Paartypen mittlerweile sehr verbreitet. Grund genug, einmal aufzuzeigen, welche es überhaupt gibt.

Die 3 häufigsten interreligiösen Ehekonstellationen

Evangelisch-Katholisch (Innerchristlich) geprägt

Innerhalb der christlichen Gemeinde gibt es bekanntlich größere Spaltungen. Die bekanntesten Strömungen sind das katholische sowie das evangelische/protestantische Gottesbild. Heutzutage ist das Vorbild des gemeinschaftlichen Zusammenlebens die Ökumene. Also der interreligiöse Dialog untereinander. Das Fortschreiten dieser Ökumene vereinfacht auch das Zusammenfinden von Partnern, die jeweils einer anderen Konfession angehören. So ist es diesen Paaren mittlerweile möglich, kirchlich zu heiraten. Ökumenische Trauungen, ein Ritus bei denen die beiden Konfessionen gleichermaßen berücksichtigt werden,  ist ein viel in Anspruch genommener. Dennoch bedarf es immer noch einer offiziellen Erlaubnis, diesen Ausnahmefall, gültig zu machen. Man spricht hier von Dispens. Erst mit dieser Bescheinigung, ist es dem Paar möglich zu heiraten.

Jüdisch-Christlich geprägt

Auch hier ist keine Verallgemeinerung möglich. Es kommt sehr darauf an, wie liberal oder wie orthodox, also streng gläubiger, die Gemeinschaft ist.  Sicher ist es für das Paar einfacher, wenn das Umfeld offener mit ihrer Beziehung umgeht. Dennoch ist diese Konstellation, vor allem in den USA sehr gängig. Auch hier spielt das Geschlecht eine Rolle. Insbesondere für die Kinder. Denn, laut jüdischem Glaubensinhalt, ist nur der Jude, dessen Mutter Jüdin ist. Das kann ein Stolperstein sein, wenn die Beziehung aus einem jüdischen Mann und einer andersreligiösen Frau besteht. Sollen die Kinder nun jüdisch erzogen werden, könnte ihnen ihre Herkunft im Wege stehen. Auch hier kommt es wieder auf die Bewertung der einzelnen Gemeinschaft an.

Islamisch-Christlich geprägt

Ist auch heute noch eine eher seltenere Konstellation. In den meisten Fällen ist ist hier der Mann Moslem und die Frau Christin. Und dies hat einen Grund: In der islamisch-religiösen Gemeinschaft ist am ehesten akzeptiert, wenn der Mann eine anders gläubige Frau heiratet. Einer Muslimin hingegen wird es deutlich schwerer gemacht, einen Partner mit anderer Religion zu heiraten. Hier wünscht man sich lieber eine homogene Ehe, also eine islamisch-geprägte Ehe. Natürlich ist dies keine dogmatische Regelung und wird von jeder Gemeinschaft individuell gehandelt. Dennoch ist dieser Trend ein sehr eindeutiger.

Uns interessiert ob euch noch weitere Konstellationen bekannt sind und welche Besonderheiten sie mit sich bringen. Welche kennt ihr?

Fotoquelle: © cemil adakale – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.