Die Verliebtheit geht, was bleibt?

Das Gefühl des Verliebtseins ist leider vergänglich. Man landet wieder in der Realität, der Alltag kehrt ein. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Doch es hat durchaus seinen Grund, warum die rosarote Brille eines Tages nicht mehr wirkt. Und der entscheidet über das Fortbestehen der Liebe.

Alles oder nichts

Wenn sie einmal ab ist, fallen auch sämtliche Masken, die sich das verliebte Auge aufgebaut hat. Mit dem Maskenfall gerät der Blick auch auf die Fehlbarkeiten des Partners. Eigenarten und Macken lassen sich nicht mehr durch Verliebtheit verschleiern und sehr schnell stellt das Paar fest, dass eben doch nicht alles so perfekt ist, wie es erscheint. Plötzlich muss man lernen damit umzugehen. Und stößt dabei vielleicht doch an seine Grenzen. Gerade wenn die Beziehung immer mehr Raum im Alltag einnimmt ist es sehr wichtig, abzuwägen, in wieweit der Partner genau dort hineinpasst.

Jetzt ist auch der Zeitpunkt, an dem vielleicht der eine oder andere Freund an einem herantritt und eigene, kritische Beobachtungen loswird. Was mit der rosaroten Brille nicht möglich war, nämlich ein freundschaftlicher Rat, findet jetzt vermutlich mehr Gehör. Man ist nun gewillter den Worten der Freunde Glauben zu schenken.

Und doch ist es nichts schlechtes, wenn die Verliebtheit langsam nachlässt. Es kann genauso gut auch ein viel tieferes Gefühl enstehen. Die zarte Bande der Verliebtheit weicht der Beständig- und Verlässlichkeit. Man weiß jetzt, was man an dem Partner schätzen kann. Er lässt sich leichter einschätzen und wird so in den Alltag integriert. Die geteilten Erlebnisse festigen das Band der Liebe und es entsteht eine Aufrichtigkeit, die nur überdauern kann, wenn vorbehaltslos und ganz ohne rosarote Brille geliebt wird.

Es ist außerdem ein ganz natürlicher Prozess. Man stelle sich vor, die Verliebtheit würde nie enden – Hätte man jemals wieder Gedanken für andere Sachen im Kopf? Irgendwann muss man auch zu den Freunden, zum Job, zum alltäglichen Leben zurückkehren. Die Zeit wird zeigen, ob man den Weg fortan mit oder ohne Partner geht.

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