Kann ein gemeinsames Kind die Beziehung retten?

Das Phänomen tritt heutzutage öfter auf als man denkt: Wenn es in der Beziehung kriselt greifen viele Paare zu einem ungewöhnlichen Mittel: Sie bekommen zusammen ein Baby. Warum das eine sehr schlechte Idee ist, könnt ihr hier weiterlesen ->

Eine Milchmädchenrechnung

Wer meint ein Baby würde sich als Bindemittel für die kaputte Beziehung eignen ist auf dem Holzweg. Doch gerade Frauen scheinen dieser Verführung oft nicht widerstehen zu können. Oft aus Angst den Partner zu verlieren, lassen sie sich auf dieses trügerische Versprechen ein, dass der Partner sie jetzt, mit einem Baby auf dem Weg, nicht mehr verlassen könnte. Sie begeben sich in die Position der Schutzbedürftigen und geraten in eine Gefühlsecke, aus der sie schwerlich wieder herauskommen. Sie nehmen die Opferrolle ein. Sie reagieren mit Vorwürfen und suggerieren dem Partner ein schlechtes Gewissen. Nicht wenige bleiben genau aus diesen Gründen, weniger des Babys zu liebe, bei der Partnerin. Kein gesundes Umfeld für einen neuen Erdenbürger. Und auch wenig erfolgreich. Studien zeigen, dass sich die meisten Paare später dann doch trennen. Nur dass sie jetzt die Verantwortung für das gemeinsame Kind haben.

Doch so eine Entscheidung wird durchaus auch gewollt von beiden Partner getroffen. Sie erhoffen sich insgeheim, dass das Kind ihrer Beziehung eine neue Richtung gibt und sie sich in ihren neuen Rollen als Eltern auch als Paar wieder neu entdecken. Ist das Baby aber erst einmal da und der neue Alltag spielt sich ein, müssen die meisten Paare erkennen, dass ihre Rechnung nicht aufgeht. Im Gegenteil: Im Angesicht der zusätzlichen „Belastung“ und Herausforderung als Eltern stellt sich schnell heraus, dass gerade in der Babyzeit die Gemeinschaft als Paar deutlich unterdrückt wird. Das Säuglingsalter ist für alle Paare eine besondere Herausforderung. Doch für angeknackste Beziehungen ist es ganz oft auch das Todesurteil. Hormone, die verrückt spielen; die wenige persönliche Zeit; der Schlafmangel; das Zurückstellen eigener Bedürfnisse fordern ihren Tribut. Da liegen die Nerven schnell blank – Und die Beziehung steht vor ihrem Aus.

Das Bild von einer heilen Familie ist ein trügerisches – Suggeriert es doch Glück und Zufriedenheit. All die schönen Familienfotos erwecken eine Sehnsucht, die man mit aller Macht wahr werden lassen möchte. Paare, die vor der Entscheidung stehen eine Familie trotz der widrigen Umstände innerhalb der Partnerschaft zu gründen, sollten sich unbedingt klar machen, dass die Elternschaft mehr eine Belastungsprobe als Kittmittel ist.

Fotoquelle: © drubig-photo – Fotolia.com

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