Keep it alive – Wie eine Extremfernbeziehung funktioniert

Tut sich innerhalb eines Konversation das Wort „Fernbeziehung“ auf, erntet der „Betroffene“ nicht selten mitleidige Blicke. Warum? – Wohl, weil im allgemeinen Verständnis die Problematik einer Fernbeziehung erkannt wurde. Schafft die Distanz doch viele Schwierigkeiten. „In Touch“ zu bleiben ist dabei wohl die größte Barriere. Wie schaffen es Liebende, die lange Zeit bis zum Wiedersehen zu überbrücken?

Die Koffer sind gepackt, das Flug/Bahnticket, liegt bereit und der große Abschied naht unaufhörlich. Der wohl schlimmste Moment für Paare, die in einer extremen Fernbeziehung leben. Was an Nähe, Gewohnheit und alltäglichen Dingen gewonnen war, zerfließt im Augenblick des Verabschiedens. Und die Zeit bis zum nächsten Mal scheint in so unendliche Weiten zu liegen, dass jeder Gang weiter weg vom Partner körperliche Schmerzen zu verursachen vermag.

Dann ist man wieder da, zuhause, und die große Leere, die sich im Herzen breit macht, scheint unerbitterlich. Es gilt die Zeit bis zum nächsten Wiedersehen zu überbrücken. Die getrennt lebenden Alltage irgendwie zu verbinden und am Leben des Anderen teilzuhaben. Wären da nicht die Unmengen an Kilometer dazwischen, die Zeitverschiebung und die eigenen Verbindlichkeiten, die so zeitraubend sind. Wobei man sich doch nichts sehnlicher wünscht, als den Partner nach einem langen Tag in die Arme schließen zu können.

Doch in Zeiten von Web. 2.0. und stabilen Telefon- bzw. Internetleitungen wird es auch Fernbeziehungen leichter gemacht. Dank Internettelefonie war man sich nie näher, ebenso vergessen sind die Kosten für internationale Gespräche. Und dank sozialer Netzwerke wie Facebook hat man auch hier jeder Zeit die Möglichkeit am Leben des Anderen teilzuhaben. Auch mittels Mobiltelefone sind wir immer und überall erreichbar.

Doch trotz all der Möglichkeiten lebt eine Beziehung auch von kleinen Liebesbeweisen. Hier ist die Auswahl natürlich deutlich schwieriger, als bei einem Paar, dass regelmäßig persönlichen Kontakt hat. Kino, Dinner oder Kuschelabende sind eben nicht drin. Hier kann die gute alte Post ein bisschen Nähe schaffen. Ein selbst geschriebener Liebesbrief, kleine Aufmerksamkeiten, ein Liebespaket – all das kann die Zeit bis zum nächsten Wiedersehen versüßen und macht den weit entfernten Partner etwas greifbarer.

Fazit: Ein regelmäßiger und interessierter Kontakt kann durchaus ein Eckpfeiler der Beziehung sein. Vorausgesetzt natürlich, dass beide Partner gleichermaßen „investieren“.

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