Männer-Klischees

Seit Anbeginn der Zeit müssen sich Männer mit ihnen nachgesagten Klischees auseinandersetzen. Einige halten sich hartnäckig, andere sind schon auf dem ersten Blick völlig haltlos. Und besonders die Beständigen faszinieren die Frauenwelt immer wieder. Doch wie viel Wahrheit steckt darin? Wir haben einmal die bekanntesten und zeitgemäßesten Klischees hervorgekramt und gehen ihnen auf den Grund.

Klischee Nr. 1 – Männer können keine Gefühle zeigen

Können schon, wollen vielleicht nicht. Biologisch ist ein Mann völlig in der Lage seine Gefühle zu zeigen. In der Praxis beweist sich jedoch immer wieder, dass Männer eher zurückhaltend mit Gefühlsausbrüchen sind. Zumindest in romantischer Natur. Warum ist das so? Die Ursache liegt zum einem im anerzogenen Rollenbild, welches auch heute noch Bestand hat. Jungs, also die späteren Männer, sollen möglichst „taff“ und bloß keine Memmen sein. Gefühl zu zeigen interpretieren viele Männer als Schwäche. „Verhalte dich wie ein Mann“ – ist heute noch immer ein geflügelter Satz. Auf der anderen Seite suchen viele Frauen jedoch genau ihn – den Gefühlvollen. Einen der auch mal vor Freude weinen kann, der Schwäche zeigen kann und der sein Herz auf der Zunge trägt. Keine leichte Aufgabe also für den Mann von heute. Im Zweifelsfall fallen viele daher zurück in das ihnen vorgelebte Rollenbild. Denn das ist, heute wie damals, sehr prägend.

Klischee Nr. 2 – Männer lassen sich in einer festen Partnerschaft gehen

Das viel beobachtete Phänomen des „Bierbauchs“ gehört zu den Paradebeispielen des „Sich-gehen-lassens“. Ist der Mann am Anfang der Verliebtheit noch wie ein griechischer Gott unterwegs, wandelt sich das Bild nicht selten nach ein paar gemeinsamen Jahren. Fühlen Männer sich also zu sicher? Vielleicht. Dazu kommt eine gewisse Bequemlichkeit, die Männer jenseits des 2. Jahrestages dazu antreibt, sich einen ordentlichen Waschbärbauch zuzulegen. Gern werden auch (nötige) Friseurbesuche ignoriert. Generell scheint das Thema Körperpflege gern vernachlässtigt zu werden. Natürlich ist das für die wenigsten Partner akzeptabel. Streit ist hier vorprogrammiert. Oder passt man(n) sich einfach nur an?

Klischee Nr. 3 – Tief in ihrem Herzen sind Männer Chauvinisten

Obwohl immer wieder beliebtes Thema kann hier keine pauschale Aussage befürwortet werden. Freilich, wer in einem sehr chauvinistisch gelebten Elternhaus groß wurde, hat eine gewisse Veranlagung dazu. Besonders die älteren Jahrgänge haben noch ein viel stärker ausgeprägtes Männer- und Frauenbild als die jüngeren. Das heißt jedoch nicht, dass grundsätzlich alle Herren der älteren Garde ein frauenfeindliches Bild haben. Gerade die Frauenbewegung der 60/70iger half sehr zur Aufklärung der Unterdrückung bei und hat bereits beachtliche Erfolge geliefert. Auch in den Köpfen der Männer. Aber kann man von einer wirklichen Gleichberichtigung sprechen? Und wenn ja, warum suchen immer mehr Männer ihre Frauen in Ländern, in denen ein solches chauvinistisches Frauenbild noch immer an der Tagesordnung steht?

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