Meins, deins, unseres – Zusammenziehen leicht gemacht

ZusammenziehenDie einen tun es relativ schnell, die anderen lassen sich etwas mehr Zeit und einige tun es gar nicht: die Rede ist vom Zusammenziehen. Zweifellos ein wichtiger Schritt in einer Beziehung, aber auch hier lauern Liebesfallen – und die sind nicht erst auf Sicht wenn Kartons und Möbel bereits verräumt sind. Worauf ihr achten solltet wenn ihr euch mit dem Gedanken tragt zusammenzuziehen erfahrt ihr hier.

Platz für alles?

Die Traumwohnung ist gefunden, die Habseligkeiten zusammengepackt und der Transporter steht bereit? Sehr gut. Aber bevor es wirklich losgeht, solltet ihr euch unbedingt vorab bereits Gedanken darüber machen, was vom ehemaligen Single-Hausstand mit in die Paarwohnung mitkommen darf. Dabei ist auch zu berücksichtigen, unter welchen Umständen ihr zusammenzieht. Kommt ihr beide aus Singlewohnungen oder gehts direkt vom Elternhaus in die ersten eigenen, gemeinsamen vier Wände? Das macht insofern einen Unterschied, als dass über die An- oder Abschaffung gewisser Haushaltsutensilien bis hin zu Möbeln nachgedacht werden muss. Wie viel Bestecke, Töpfe und Geschirre verträgt eine einzige Wohnung? Und wenn noch nichts davon da ist? – Dann muss zumindest das Budget und eine möglichst gerechte Aufteilung dessen besprochen werden. Nichts ist schlimmer als sich wegen Finanzen in die Haare zu kriegen – also lieber vorher gemeinsam zusammensetzen und besprechen, was angeschafft werden muss und wie viel jeder für die Renovierung/Gestaltung der Wohnung mit einbringen kann.

Unter Umständen bedeutet das Zusammenziehung auch eine Trennung von alten, heißgeliebten Gegenständen. Weil sie Platz wegnehmen oder dem Partner so gar nicht zusagen. Hier gilt es einen Kompromiss zu finden, denn immerhin sollte sich jeder in der neuen Wohnung wohlfühlen. Was uns zum nächsten Punkt, und sogleich eine mögliche Lösung, bringt:

Jeder braucht FreiRäume

Freiräume zu schaffen ist nicht unbedingt eine Frage der Räumlichkeiten, wohl aber des Platzes. Rückzugsorte müssen geschaffen werden – auch wenn die Wohnung selbst nicht viel Raum dafür hergibt, so solltet ihr dennoch versuchen, jedem einen eigenen Ort zu schaffen, in dem er oder sie sich ausbreiten oder ausleben können. Bestenfalls natürlich hat jeder sein eigenes Zimmer für Hobbies, Abstellmöglichkeiten oder der Verwahrung von Erinnerungsstücken (die keinen anderen Ort in der Wohnung finden, zum Beispiel). Da dies nicht immer möglich ist, gilt es eine Möglichkeit zu finden, wie trotzdem jeder Bewohner sich und seine Persönlichkeit mit in die Wohnung einziehen lassen kann. Vielleicht könnt ihr euch darauf einigen, dass jedem 1 Raum „gehört“. Sie könnte das Wohnzimmer ganz nach ihren Vorstellungen gestalten, dafür darf er vielleicht seiner Kreativität in der Küche freien Lauf lassen? Wichtiger als jedes stimmige Farbkonzept ist der gemeinsame Konsens der Partner und  dennoch auch die Zufriedenheit des Einzelnen.

Simsalabim

Und noch eine kleine Stolperfalle, die ihr unbedingt beachten solltet: Vor dem Einzug ist ist nach dem Auszug. Egal ob nun aus dem alten Kinderzimmer oder der Singlewohnung: Jeder einst allein genutzte Raum birgt die Gefahr ein paar komprimitierende Dinge aus der Vergangenheit zu Tage zu fördern. Da könnte das Foto der/des Ex/es plötzlich aus einer Schublade im Schreibtisch auftauchen oder alte Relikte wie Haarbänder oder Liebesbriefe könnten aus unergründlichen Ritzen wieder emporkommen. Am besten ist, darauf mit Humor zu reagieren – denn die meisten sind eben kein unbeschriebenes Blatt und etwas Vergangenheit gehört zur neuen Liebe auch immer dazu.

Ein Umzug, der ja immer auch Stress bedeutet, muss nicht im Stress enden – mit der nötigen Vorbereitung kann bereits im Vorfeld viel geklärt oder aussortiert werden, so dass man am Ende eines langen Umzugstages glücklich und zufrieden in der gemeinsamen Wohnung auf ein gemeinsames Leben anstoßen kann.