Was tun, wenn sich mein Nachname ändert?

Immer wieder finden Singles bei Flirt Fever ihr Happy End und den einen Partner, den sie später heiraten.  Aus diesen Grund berichtet Flirt Fever dieses Mal über ein Thema, das eine Weile nach dem ersten Flirt aktuell wird: der Namenswechsel nach einer Hochzeit.

Noch immer ist es gang und gäbe, dass die Frau bei einer Hochzeit den Nachnamen des Mannes annimmt. Doch wem muss ich die Namensänderung mitteilen? Was passiert mit meinen Social Media Profilen, wenn ich meinen Nachnamen ändere, und was im Falle einer Scheidung? Muss ich den Namen meines Ex-Partners behalten?

Auch was gemeinsame Kinder anbetrifft, insbesondere bei einer neuerlichen Heirat, zählt zu den häufigen Fragen. Flirt Fever beantwortet all diese Fragen und erklärt, was ihr im Falle einer Namensänderung beachten müsst.

Namenswechsel nach der Hochzeit – hier müsst ihr ihn melden

Endlich ist es soweit! Der schönste Tag im Leben beginnt und die Hochzeitsglocken läuten. An diesem Tag hat man eine Menge im Kopf; der Gang von Amt zu Amt gehört wahrscheinlich nicht dazu. Dennoch sollte man sich früh genug damit befassen, sofern ein Partner (meistens die Frau) den Nachnamen des anderen annimmt.

Jetzt gilt es schließlich, die Namensänderung mehr als zehn Stellen mitzuteilen, den meisten schon sehr zeitnah. Eine Menge Dokumente bedürfen einer Änderung, Abos müssen umbestellt und Versicherungen informiert werden.

Um euch den Überblick zu erleichtern, hat Flirt Fever eine Übersicht erstellt, wem ihr den Namenswechsel wann melden müsst. Ein Ratschlag vorab: Wählt beim Standesamt direkt die höchste euch angebotene Anzahl an Kopien. Ihr werdet sie benötigen!

 

  • Zunächst solltet ihr zur Stadtverwaltung oder zum Einwohnermeldeamt gehen, wo der Name auf dem Personalausweis, dem Reisepass, der Lohnsteuerkarte und, falls bei der Hochzeit auch ein Kind den neuen Namen annimmt, auch der Name auf dem Kinderausweis geändert wird.

 

  • Sobald es um Geldgeschäfte geht, solltet ihr euch so schnell wie möglich kümmern. Wenn beispielsweise Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können, endet es sonst möglicherweise böse. Die Hausbank solltet ihr daher umgehend über den Namenswechsel informieren. Ebenso solltet ihr Banken in Kenntnis setzen, bei denen ihr über einen Bausparvertrag oder einen Kredit verfügt.

 

  • Dem Finanzamt muss der Namenswechsel nicht gemeldet werden, es erfährt bei der nächsten Einkommenssteuererklärung davon. Eine Ausnahme: Solltet ihr sehr regelmäßig mit dem Finanzamt in Kontakt stehen, oder euren Steuerbescheid erwarten, solltet ihr den Namenswechsel mitteilen.

 

  • Auch Versicherungen (Auto, Haftpflicht, Lebensversicherung, Altersvorsorge) müsst ihr über den Namenswechsel informieren. Wenn auch Kinder von der Namensänderung betroffen sind, müsst ihr eventuell auch Daten denken.

 

  • Die Krankenkasse muss Bescheid wissen, ebenso wie die Kindergeldkasse. Das macht ihr am besten über die Kindergeldstelle bei der Agentur für Arbeit in eurer Gemeinde.

 

  • Autofahrer müssen daran denken, ihren Führerschein und ihre Autozulassung entsprechend ändern zu lassen.

 

  • In der nächsten Zeit sollten auch der Arbeitgeber die Personalabteilung und der Vermieter benachrichtigt werden.

 

  • Die wichtigsten Schritte sind damit erledigt. Nach und nach sollte der Wechsel von Meyer zu Schmitt dann noch bei Abos, dem Telefonanbieter, der GEZ und Vereinen oder Verbänden bekannt gegeben werden. Das hat aber mehr Zeit und muss nicht sofort nach der Hochzeit erledigt werden.

 

Um euch später Stress zu ersparen ist es ratsam, sich bereits vor der Hochzeit zu überlegen, wo ihr die Namensänderung überall bekannt geben müsst und die entsprechenden Unterlagen bereit zu halten.

 

Der Namenswechsel und die Auffindbarkeit im Internet

Aufpassen müsst ihr, wenn ihr nach der Hochzeit euren Namen im Internet neu angebt. Selbstständige oder Geschäftsleute sind beispielsweise darauf angewiesen, im Internet gefunden zu werden.

Ab dem Moment, indem ihr euren neuen Namen angebt, ist unter Umständen euer gesamter Internetauftritt in Gefahr, den ihr vielleicht mühsam aufgebaut habt. Im schlimmsten Fall bedeutet ein Namenswechsel, dass ihr anschließend im Netz gar nicht mehr auffindbar seid.

Insofern ist es ratsam, nicht direkt auf allen Profilen gleich euren Namen zu ändern, sondern den neuen Namen erst nach und nach anzugeben. Einige Netzwerke wie Facebook oder Stayfriends bieten dabei die Möglichkeit an, den Geburtsnamen in Klammern anzugeben.

Eine Alternative ist es, im Internet mit einem Doppelnamen aufzutreten. So können Suchmaschinen den neuen Namen auch mit euch als Person verknüpfen und ihr könnt in Zukunft auch unter dem neuen Namen gefunden werden. Mit einem seltenen Doppelnamen hebt ihr euch für sie außerdem  von anderen ab und werdet eventuell sogar noch besser gefunden.

 

Nach einer Scheidung: Zurück zum Mädchennamen?

Nach einer Scheidung leiden insbesondere Frauen darunter, dass sie weiterhin den Namen des des Ex tragen müssen. Formal stellt eine Namensänderung nach einer Scheidung kein Problem dar. Allerdings gibt es auch einige kompliziertere Sonderwünsche, bei denen man sich etwas genauer informieren muss. Flirt Fever stellt euch die wichtigsten vor.

 

  • Grundsätzlich behält man nach der Scheidung erstmal den Nachnamen. Möchte man ihn wieder zu seinem Geburtsnamen ändern lassen, muss man dies beim Standesamt beantragen. Das ist kein Problem und geschieht entweder im Hochzeitsstandesamt, in dem das Familienbuch liegt, oder beim aktuellen Wohnsitz. Die einzige Voraussetzung ist die, dass die Scheidung rechtskräftig ist. Getrennt zu leben ist also kein Grund für eine Namensänderung, selbst wenn es schon seit Jahren der Fall ist.

 

  • Ihr benötigt einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister, die ihr beim Standesamt erhaltet, sowie einen rechtskräftigen Scheidungsbeschluss bzw. eine Sterbeurkunde des ehemaligen Partners.

 

  • Die Kosten für die Namensänderung sind eher gering. Für die erforderlichen Beglaubigungen verlangt das Finanzamt etwa 25 Euro, für die Abschrift aus dem Familienbuch etwa 10 Euro. Allerdings muss man bedenken, dass weitere Kosten für die Änderung auf weiteren Dokumenten wie dem Personalausweis, dem Reisepass oder dem Führerschein auf einen zukommen.

 

  • Kinder behalten auch im Falle einer Scheidung den Nachnamen, den sie bei der Geburt bekommen haben, selbst wenn die Mutter wieder ihren Mädchennamen annimmt. Auch wenn sie erneut heiratet und den Namen des neuen Mannes annimmt, bekommen die Kindern nicht automatisch ebenfalls diesen Namen. Dies kann nur geändert werden, wenn der leibliche Vater der Kinder um eine sogenannte Einbenennung seines Kindes gebeten wird. Damit das Kind den Nachnamen des neuen Partners annehmen kann, müssen sowohl das Kind (sofern es älter als fünf Jahre ist), der neue Partner und der leibliche Vater zustimmen. Eine weitere Voraussetzung ist die, dass das Kind bei der Mutter und ihrem neuen Mann lebt.

 

  • Wenn das Kind bei seiner Geburt den Namen des Vaters bekommen hat und die Mutter nach der Scheidung wieder ihren Mädchennamen annimmt, kann das Kind diesen Namen nicht ebenfalls annehmen.

 

  • Man kann keine Namensänderung vom Ex-Partner einfordern. Wenn der Ex-Partner erneut heiratet, kann dessen neuer Partner denselben Namen annehmen. So kann es sein, dass der neue Mann der eigenen Ex-Frau denselben Nachnamen annimmt, den man selbst trägt.

 

Dies waren die wichtigsten Regeln zum Thema Namensänderung. Viele Beschlüsse sind jedoch Einzelfallentscheidungen und es lohnt sich immer, sich ausführlich beim Standesamt beraten zu lassen.