Trennung! Wie viel Abstand ist genug?

Manche Beziehungen sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Das Resultat einer solchen gescheiterten Partnerschaft ist die Trennung: Ein oftmals schwerer und schmerzlicher Schritt. Dennoch unvermeidlich, wenn sich beide Partner auf Dauer nicht gut tun. Doch muss die Trennung ein Abschied für immer sein oder kann sich daraus doch noch so etwas wie eine Freundschaft entwickeln? Und wie viel Abstand braucht man dafür als Ex-Paar?

Das Gras braucht Zeit zum Wachsen

Die emotionale Trennung geht fast immer auch einher mit der räumlichen Trennung: Gerade bei Ex-Partnern, die zuvor ein gemeinsames Domizil hatten ist das natürlich besonders schwierig: Einer muss ausziehen, oftmals muss jedoch die ganze Wohnung/ oder das Haus aufgelöst werden. Das ist nicht nur ein finanzieller Albtraum, sondern auch ein organisatorischer. Und dazwischen gilt es noch die verletzten Gefühle zu kitten. Also lautet die erste Regel: Es muss Gras über die „Sache“ wachsen. Und das braucht eben Zeit.

In der ersten Zeit besteht vermutlich noch viel Klärungsbedarf. Selbst Kleinigkeiten können dafür sorgen, dass noch keine Ruhe einkehren kann – eine vergessene CD oder ein liegengelassenes Schmuckstück sind dabei noch die kleinsten Anlässe, die einen immer wieder zusammenführen. Der Heilungsprozess jedoch kann erst dann einsetzen, wenn nicht mehr in der Wunde herumgestochert wird. Und dazu gehört eben Abstand. Wirklicher Abstand.

Heilsame Funkstille

Aber wann ist der Zeitpunkt gekommen, um sich einander wieder – platonisch –  anzunähern? Zunächst einmal muss man sich dabei bewusst machen, dass zu dieser Frage Zwei gehören. Nur weil der eine glaubt die Trennung überwunden zu haben, muss das noch lange nicht für den anderen gelten. In diesem Fall ist die Zeit noch nicht gekommen, einen ersten zaghaften Versuch der Kontaktaufnahme zu starten.

Manchmal lässt man besser den Zufall für sich arbeiten – Gerade wer im gleichen Kiez verkehrt wird sich früher oder später über den Weg laufen. Und vermutlich ist das der beste Nährboden für eine gesunde, freundschaftliche Beziehung; sofern sie denn von beiden angestrebt wird

Doch in nicht wenigen Fällen ist das Beenden des Kontaktes endgültig. Ein neuer Partner, ein Wohnortwechsel, ein neuer Freundeskreis. Schlicht: ein neues Leben. Und auch das ist okay. Das ist ebenso der Lauf der Dinge. Und sich zu bewegen bedeutet der Zukunft entgegen zu gehen.

Mit oder ohne Ex-Partner.