Warum Freundschaften zu Ex-Partnern ein gutes Zeichen ist

HerzabdruckEin Thema das besonders gern am Mädelsabend oder während einer gemütlichen Kneipenrunde Gehör findet beginnt oft mit der Frage: „Hast du eigentlich noch Kontakt zu deinem Ex?“. Garantiert hat jeder dazu etwas zu sagen, ob nun Betroffener oder nicht. Die einen finden es seltsam, dass da noch immer eine Verbindung besteht, erst recht, wenn sie oder er bereits in einer neuen Beziehung steckt. Andere finden gar nichts Schlimmes daran und werben sogar dafür, den Kontakt nicht gänzlich abzubrechen. Und so ganz unrecht haben sie damit nicht, denn gerade für den neuen Partner könnte dieser Umstand noch interessant werden.

Eine Frage der Reputation

Gehen wir die Sache doch mal etwas Professioneller an: Wie vieles im Leben hängt unser Vorankommen, sei es nun persönlich oder beruflich, von unserer eigenen Reputation ab, also unserem Leumund. Haben wir etwas auf der Kappe oder sind wir rein von Verfehlungen? Sicher musste der eine oder andere von euch schon einmal ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, für eine neue Stelle vielleicht oder beim Beantragen eines Kredites – alles dreht sich um die vermeintliche Unbescholtenheit im sozialen Miteinander. Warum also auch nicht in Sachen Partnersuche?

Sicher: niemand ist ein unbeschriebenes Blatt. Und je mehr Erfahrungen wir sammeln, desto größer wird auch der Kreis derer, die unseren Weg gekreuzt haben und vielleicht einen weniger guten Eindruck von uns haben. Ob nun gerechtfertigt oder nicht: Wir können uns dem weder entziehen, noch wirklich etwas dagegen unternehmen. Was wir aber tun können: Wir können dafür sorgen nicht als die Crazy-Gaga-Exfreundin oder der Pycho-Exfreund zu enden bzw. als diese angesehen zu werden. Wie funktioniert das?: Nun, zugegeben, das ist vielleicht nicht immer einfach, gerade bei einer noch sehr frischen Trennung – aber wir sollten darauf bedacht sein, mit unseren Exen gütlich auseinanderzugehen. Wir müssen uns dabei keine Freundschaft aufzwingen lassen, aber wir können uns so erwachsen wie möglich verhalten, so dass hinterher kein böses Blut entstehen kann. Klingt einfach, ist aber nicht so? Nun, wer hat was von „einfach“ erzählt? Dennoch: Langfristig wendet eine einvernehmliche Trennung bzw. geklärte Verhältnisse die Gefahr ab, dass böses Blut neue Partnerschaften vergiftet. Gerade in Zeiten von Social Media und co. ist die Vergangenheit meist nur einen Click entfernt und kann schnell wieder an die Oberfläche geraten.

Und dann ist da noch der Faktor „Zeit“. Wie oft hören wir von Geschichten, in denen Expartner nach längerer Zeit plötzlich zu Freunden geworden sind? Einfach weil sich die Gemüter abkühlen konnten, das Leben einen vor neuen Herausforderungen gestellt hat und das vermeintlich schlimmste Erlebnis ever in ein neues Licht gerückt haben. Wir wachsen, wir reifen – und das ist auch gut so.

Fazit: Eine Freundschaft mit dem/der Ex kann für den neuen Partner ein wichtiges Signal sein, das sich auch positiv auf die Beziehung auswirkt. Es zeugt von Größe, und von Reife.