Warum Lästern gesund für die Beziehung ist

Es scheint absurd, doch die Wissenschaft deckt auf: Wer mit seinem Partner gemeinsam (über andere) lästert, tut sogar etwas Gutes für die Beziehung. Ein Erklärungsversuch.

Es ist Dschungelcamp-Zeit und wieder sitzen viele Interessierte abends (nachts) vorm TV und amüsieren sich über die skurrilen, peinlichen, manchmal auch ekligen Erlebnisse der „Promis“ im australischem Busch. Besonders gern wird das TV-Erlebnis gemeinsam verfolgt. Auch viele Paare versammeln sich dafür zur nachtschlafender Zeit vor der Flimmerkiste und lästern gemeinsam. Was nicht nur gut für die Lachmuskeln ist, soll auch laut einer wissenschaftlichen Untersuchung für die Partnerschaft wohltuend sein – denn vereint in der Schadenfreude schafft eine solche Gelegenheit nicht nur Intimität und Sicherheit. Denn nur dort, wo (und mit wem) wir uns sicher und gut aufgehoben fühlen, da lassen wir auch unsere Fassade fallen und frönen auch so manch diebischer Freude. Das Lästern bestärkt das „Wir-Gefühl“. Wir sind ja Gottseidank nicht in dieser Situation/Wir haben es besser/Uns könnte so etwas nicht geschehen – das gibt Sicherheit und rührt so manche romantische Stelle an.

Natürlich sollte man es mit dem Lästern auch nicht übertreiben. Denn niemand ist gern mit jemandem zusammen, der sich nur über das Unglück Anderer definieren kann. Doch so lange ein gemeinsamer Läster-Konsens gefunden wird, kann man also nicht nur genüsslich über die Pleiten der Dschungelstars lachen, man betreibt intensive Beziehungsarbeit!