Wochenendliebe

Mit großen Schritten nähert sich das Wochenende. Und viele Herzen schlagen heute besonders hoch. Gemeint sind all die Paare, die eine Wochenendbeziehung führen. Nach Feierabend steigen sie in Autos, Züge, manchmal sogar Flugzeuge um ihren Lieben nah zu sein. Die Beschränkung auf 2 ganze Tage in der Woche ist eine große Belastung für die Beziehung und nicht selten scheitert sie auch daran. Viele sehen darin aber auch den besonderen Reiz, den ihre Liebe ausmacht.

Freitagnachmittag ist die Rush-Hour besonders ausgeprägt. Das Wochenende lockt. Und vor allem die Wochenendbeziehungen streben danach, endlich in den Armen ihres Partners zu liegen. Eine ganze Woche, manchmal sogar länger, haben sie auf diesen Moment gewartet. Endlich Paar sein, endlich gemeinsam etwas unternehmen, endlich Zärtlichkeiten austauschen können. Viele versuchen dann möglichst viel in diese kurze Zeit zu pressen, um dann unter der Woche von dem Erlebten zu zehren. Stressig wird es dann, wenn man zudem eigentlich auch sein Bedürfnis befriedigen will, sich von der arbeitsreichen Woche zu erholen. Auch müssen der Pendler und der Daheimgebliebene sich immer wieder aufeinander einstellen. Da kommt neben aller Vorfreude auch schnell mal der große Frust auf.

Viele Paare, besonders, die die dieses Beziehungsmodell über eine längere Zeitspanne führen, genießen aber auch die Vorteile einer Wochenendbeziehung. „Strohwitwe(r)“ sein hat eben auch seine Reize. Man genießt eine gewisse Freiheit, gerade unter der Woche ohne Partner. Die Vorfreude belebt die Beziehung immer wieder aufs Neue; macht sie sozusagen intensiver. Gemeinsame Zeit wird meist sinnvoller, gemeinschaftlicher genutzt.

Doch um eine glückliche (Wochenend)Beziehung zu führen, gehört immer auch eine große Portion Vertrauen. Was macht der Andere in der Abwesenheit des Partners? Möglichkeiten zum Betrug gibt es viele. Besonders als Pendler-Partner, bieten sich viele Versuchungen. Doch ohne Vertrauen geht es nicht. Und so bleibt die Wochenendbeziehung ein spannendes, manchmal frustrierendes aber eben auch intensives Partnerschaftsmodell.

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